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Frühauf, Conny

Ihr Lieben, viel zu weit entfernten
Die Briefe der Louise Jacobson

Sprechtheater
Jugend, Monolog, Schauspiel
ab 14 Jahren

Übersetzer: Frühauf, Conny
Bearbeiter: Frühauf, Conny

Besetzung: 1D
Besetzungshinweis: 1 oder mehrere D

Publikation: Kaluski-Jacobson, Nadia (Hrsg.): Die Briefe der Louise Jacobson und ihrer Familie. 1942-43, übersetzt von Conny Frühauf, Hoffmann & Campe, Hamburg, 1998
Zusatzinformation: ins Deutsche übertragen und für die Bühne arrangiert von Conny Frühauf
Bstnr/Signatur: 1355

Aufführungsgeschichte:
UA: 1990, Théâtre d'Eleusis, FR-Paris; R: A. Gintzburger
DSE: 03.05.96, Comedia Köln; R: A. Kleinofen
SE: 09.10.97, Theater 1230, CH-Bern; R: R. Portmann

In TTX seit: 29.07.2011

Der Bühnenmonolog - Symbol für die Schrecken des Holocaust und intimes Dokument der Lebens- und Gedankenwelt eines jungen Mädchens - setzt sich zusammen aus den Briefen der 17-jährigen Louise Jacobson, die sie 1942/43 an ihre Familie und Freundinnen schrieb, und zeichnet eindrucksvoll und unmittelbar den Leidensweg einer jungen, lebenslustigen und mutigen Frau vom Gefängnis bis zur Deportation nach Auschwitz nach.

"'Ihr Lieben, viel zu weit entfernten ...' lautet der Titel des Stücks, der aus einem der Briefe der 1924 in Paris geborenen Jüdin Louise Jacobson entnommen ist. 1942 wurden sie und ihre Mutter im Auftrag der Gestapo in Paris festgenommen; die Schwester hatte nach Lyon in die unbesetzte Zone flüchten können und sich dem Widerstand angeschlossen. Louise wurde in das Sammellager für in Frankreich lebende Juden in Drancy gesperrt, wo Alois Brunner das Kommando führte. In den Betonbauten starben viele Inhaftierte an Hunger. Während der quälenden Gefangenschaft schrieb Louise häufig an ihre Familie. 'Verzweifelte Heiterkeit', das Bemühen, das Leid der schrecklichen Lagerbedingungen zu überspielen, sowie 'Mut, Hoffnung und Intelligenz', all das spiegelt sich nach Ansicht ihrer Schwester in den Aufzeichnungen wider." (Frankfurter Rundschau, 06.03.01)

"Louise Jacobson ist 'die französische Anne Frank'. Ihre Briefe verblüffen durch Spontaneität und Intelligenz, sind keine Dokumente des unmittelbaren Grauens, spiegeln in ihrer verzweifelten Heiterkeit das ganz persönliche Unglück aller Opfer des Nazi-Terrors wider. Sie sind für junge Menschen von heute nachvollziehbarer als die Anonymität unvorstellbarer Zahlen." (Welt am Sonntag, 12.05.96)

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