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Foon, Dennis

Krieg
(War)

Sprechtheater
Jugend
ab 14 Jahren

Übersetzer: Fritsch, Anne

Originalsprache: Englisch
Besetzung: 4H

Publikation: Playwrights Canada Press, CA-Toronto, www.playwrightscanada.com
Zusatzinformation: Auszeichnung: Vancouver Jesse Award for best TYA Production
Bstnr/Signatur: 1304

Aufführungsgeschichte:
UA: 03.10.94, Green Thumb Theatre, CA-British Columbia; R: G. Verdecchia; Musik: A. Verdecchia
Deutschsprachige Erstlesung: 18.03.10, Lesung, jet-Tage, Erlangen
DSE: 03.09.11, T.3, Theater Lüneburg; R: S. Bahnsen
02.-06.05.12, „Hart am Wind 3.0“ – 3. Norddeutsches KiJuThFestival 2012 in Göttingen

In TTX seit: 20.04.2009

Andy, Shane, Tommy, Brad: Vier heranwachsende Jungs beim Suchen und Finden ihrer Männerrolle. Alle haben eine unterschiedliche Geschichte, verkörpern nach außen aber dieselbe Haltung: Be a man! Doch wie genau sieht das eigentlich aus, dieses Mann-Sein? Aggressiv, laut, brutal? Brad zum Beispiel verehrt Shane, weil er gerüchteweise vernommen hat, dieser sei in einen richtig krassen Kampf verwickelt gewesen. Dafür erntet er Anerkennung und Lob! Dass dieser Kampf Shanes Bruder das Leben nahm, weiß er nicht. Will er auch nicht wissen. Als sich Shane plötzlich mit dem schwächeren Opfer Andy solidarisiert, will auch Brad mit Andy befreundet sein, damit die vermeintliche Männlichkeit Shanes auch auf ihn abfärbt. Und in Tommys Herz schlägt einzig der Rachegedanke, weil seine Freundin Sheila ihn betrogen hat, noch dazu mit dem unmännlichsten aller Jungs: mit Andy. Tommys Rachegedanken kreisen mal um Andy, mal um Sheila. Letzten Endes münden sie in einer Spirale voller Gewalt. Andy, Shane, Tommy, Brad: Alle vier reißen ihre Klappen weit auf, schießen Worte ab wie Munition, geben mit ihren Heldentaten an und provozieren sich, bis aus verbaler Gewalt mehr wird.
Foon erzählt von der Schwierigkeit Jugendlicher, mit dem Druck aufzuwachsen, in die normierten Fußstapfen männlicher Rollenerwartung zu treten und diese ausfüllen zu müssen, auch wenn der Schuh so gar nicht passen mag. Doch er erzählt auch von der Hoffnung, beim Suchen der Männerrolle das individuelle Ich zu finden und dabei am Ende zu verstehen, wer man eigentlich ist.

"This is a powerful play that should not be overlooked. In 'War', Dennis Foon allows his characters to speak freely; there is no moralizing narrator to guide or censure them. [...] Foon wrote ’War’ as a warning, hoping that the profane language, the bloody images, and the disturbing climax would reinforce the power and importance of his message: the hurt we put out comes back on us." (CM Magazine, 1995)

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