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Kaluza, Stephan

Faust neo

Sprechtheater
Schauspiel

Besetzungshinweis: Besetzung variabel

Aufführungsgeschichte:
UA: Schauspiel Stuttgart, 17.04.2027
Regie: Burkhard C. Kosminski

In TTX seit: 28.09.2026

Von Hendric Faust, dem genialen Wissenschaftler, könnte die Zukunft der Welt abhängen. Allerdings weiß das in dem weltumspannenden Konzern für Robotik & KI Anwendungen MT, für den Faust als Freelancer arbeitet, kaum jemand. Seine bahnbrechende Idee, robotische KI als generative KI im menschlichen Körper zu implementieren, könnte drohende Krankheiten verhindern. Und selbst vor dem Tod macht diese Erfindung nicht halt. Allein zwei Menschen in Fausts Umfeld scheint die universelle Dimension dieses ungeahnten generischen Durchbruchs bewusst zu sein: Magdalene, Fausts bester Freundin aus Studienzeiten, und Mavis Tiffhel, CEO und Eigentümer von MT. Es beginnt ein Spiel aus dandyhafter Freundschaft und teuflischer Verführung, in dem Tiffhel einen zunehmend selbstsicheren Faust in die glamouröse Welt von Macht und Reichtum einführt. Faust, in neuer Eitelkeit und Zuneigung gefangen, nutzt seine Kontakte, um der Kellnerin Greta, deren Tochter nach einem Unfall schwer erkrankt ist, mit großzügigen Versprechungen zu imponieren. Dabei sieht er nicht, in welch düstere Falle Tiffhel ihn geführt hat, allein Magdalene durchschaut dessen Spiel.

Stephan Kaluza greift mit seiner schlank erzählten Überschreibung von Goethes Faust aktuelle Diskurse um Möglichkeiten und Grenzen von KI auf und entwirft in packenden Dialogen ein Kammerspiel mit erstaunlichen Wendungen. Es sind die atmosphärisch starken Bilder einer fiktiven, dystopischen Zukunft mit all ihren Herausforderungen und Gefahren, die sich tief einbrennen und diese Erzählung und Fortschreibung des Goethe‘schen »Faust« in der Realwelt eines KI-Konzerns zu einem eindrücklichen aktuellen Text machen. Welchen gefahrvollen Weg schlägt der neue Mensch mit der KI ein? Möchte er überhaupt ein Mensch bleiben?

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