Şipal, Akın Emanuel
Der Zauberer von Öz
Opus Özil
Sprechtheater
Schauspiel
Besetzungshinweis: Besetzung variabel
Aufführungsgeschichte:
UA: Theater Bremen, 16.10.2025
Regie: Aram Tafreshian
In TTX seit: 02.10.2025
Es ist Nacht in einem Villenviertel in Istanbul. Mesut Özil, ehemaliger Shootingstar des Weltfußballs, steht auf und trinkt ein Glas Milch. Er kann nicht schlafen, er ist allein. Er starrt in die Dunkelheit, sie erinnert ihn an den bei Ratten beliebten Keller seines Elternhauses in Gelsenkirchen, wo mit dem Kicken im »Affenkäfig« alles begann. Der Autor Akın Emanuel Şipal schickt Mesut einen aberwitzigen Aufmarsch aufs Spielfeld der Erinnerung, es laufen Schlüsselfiguren und Entscheidungsmomente seiner Karriere auf, aber auch die krude Backstory der kapital- und egogesteuerten, politisierten Weltfußballshow:
Özil bekommt unberechenbaren Besuch von diversen Berater:innen mit guten Tipps: von Fußballlegenden aus der Nazizeit, von einer grauen Wölfin, einer Expertin für islamische Mystik, ehemaligen Mannschaftskollegen, einem Hut mit magischen Kräften aus England und, wiederkehrend, von Manager-Papa Mustafa, der fürs große Finale Lothar Matthäus in Lederhosen und Johann Wolfgang von Goethe mitbringt – als Experten für deutsch-türkische Völkerverständigung.
Akın Emanuel Şipal nimmt die Geschichte des außergewöhnlichen Ballmagiers Mesut Özil zum Ausgangspunkt, um darüber nachzudenken, wie der Sport zur gesellschaftlichen Arena wird und politisch aufgeladene Themen wie Integration, Nationalismus, Identitätspolitik verhandelt. Özil selbst wurde in dieser Welt zur Projektionsfläche, zum Spielball. Şipal schreibt mit viel Humor, Fantasie und analytischer Lust und schenkt dabei seiner Figur Özil das, was ihm im realen Leben gefehlt hat: die Sprache als Verbündete.
»Der Zauberer von Öz« ist zugleich ein Stück Fußballgeschichte und ein Spiel der entfesselten Erzähllust in zwei Halbzeiten plus Verlängerung.
Özil bekommt unberechenbaren Besuch von diversen Berater:innen mit guten Tipps: von Fußballlegenden aus der Nazizeit, von einer grauen Wölfin, einer Expertin für islamische Mystik, ehemaligen Mannschaftskollegen, einem Hut mit magischen Kräften aus England und, wiederkehrend, von Manager-Papa Mustafa, der fürs große Finale Lothar Matthäus in Lederhosen und Johann Wolfgang von Goethe mitbringt – als Experten für deutsch-türkische Völkerverständigung.
Akın Emanuel Şipal nimmt die Geschichte des außergewöhnlichen Ballmagiers Mesut Özil zum Ausgangspunkt, um darüber nachzudenken, wie der Sport zur gesellschaftlichen Arena wird und politisch aufgeladene Themen wie Integration, Nationalismus, Identitätspolitik verhandelt. Özil selbst wurde in dieser Welt zur Projektionsfläche, zum Spielball. Şipal schreibt mit viel Humor, Fantasie und analytischer Lust und schenkt dabei seiner Figur Özil das, was ihm im realen Leben gefehlt hat: die Sprache als Verbündete.
»Der Zauberer von Öz« ist zugleich ein Stück Fußballgeschichte und ein Spiel der entfesselten Erzähllust in zwei Halbzeiten plus Verlängerung.
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