Setz, Clemens J.
Die Jäger im Schnee
Sprechtheater
Schauspiel
Besetzungshinweis: 4-5 Spieler:innen
Aufführungsgeschichte:
UA: Schauspiel Stuttgart, 06.02.2027
Regie: Charlotte Sprenger
In TTX seit: 28.09.2026
Mark arbeitet im Deckenmuseum. Er bietet für schwerkranke Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind oder gänzlich im Bett liegen müssen, virtuelle Museumstouren an. Immer dabei: ein Projektor, ein perfekter kunsthistorischer Vortrag zum Gemälde der Wahl und ganz viel Einfühlungsvermögen. Mark nimmt seinen Job ernst, sehr ernst – das Kunsthistorische Museum Wien oder das Musée d’Orsay, Breughel, Manet oder Rubens, er kennt sie alle!
Bei einigen seiner Patient:innen, allen voran bei der im Wachkoma liegenden Frau Meinrad, gelangt er zu der tiefen Überzeugung, dass sie eigentlich doch kommunizieren und Wünsche äußern können. Als er dies gegenüber der Tochter von Frau Meinrad erwähnt, eskaliert die Situation: Beschwerden zu übergriffigem Verhalten werden eingereicht, sein Chef Andi mahnt ihn zur Zurückhaltung. Mark streitet alles ab. Dann besucht er Miro, einen Teenager, ebenfalls schwer krank und nur über ein Tablet kommunizierend, und Mark macht eine neue Erfahrung: Er freundet sich mit ihm und der Mutter an. Aber: Ist Marks Wahrnehmung hier überhaupt stimmig? Ist ihm noch zu trauen, hat er Frau Meinrad wirklich nicht übergriffig berührt und ist es mit Miro tatsächlich so lustig und locker? Stimmt das alles so – und stimmen auch die Fakten, die er über die Gemälde wiedergibt? Was ist hier die richtige Wahrnehmung einer Situation, in der doch so viele Menschen im Theaterraum anwesend und stumme Zeug:innen eines Vorgangs sind?
Clemens J. Setz erzählt in seinem neuen Stück »Die Jäger im Schnee« von den komplexen Dynamiken zwischen Angehörigen und Pflege, vom Eindringen in dieses Gefüge, von Meinungen und Interpretationen – und in der Tiefe von bitterer Hoffnung und wärmendem Trost, wenn ein geliebter Mensch nur noch körperlich anwesend sein kann. »Die Jäger im Schnee« beschließt nach »Die Abweichungen« und »Die Erfindung« eine in sich thematisch geschlossene Trilogie.
Bei einigen seiner Patient:innen, allen voran bei der im Wachkoma liegenden Frau Meinrad, gelangt er zu der tiefen Überzeugung, dass sie eigentlich doch kommunizieren und Wünsche äußern können. Als er dies gegenüber der Tochter von Frau Meinrad erwähnt, eskaliert die Situation: Beschwerden zu übergriffigem Verhalten werden eingereicht, sein Chef Andi mahnt ihn zur Zurückhaltung. Mark streitet alles ab. Dann besucht er Miro, einen Teenager, ebenfalls schwer krank und nur über ein Tablet kommunizierend, und Mark macht eine neue Erfahrung: Er freundet sich mit ihm und der Mutter an. Aber: Ist Marks Wahrnehmung hier überhaupt stimmig? Ist ihm noch zu trauen, hat er Frau Meinrad wirklich nicht übergriffig berührt und ist es mit Miro tatsächlich so lustig und locker? Stimmt das alles so – und stimmen auch die Fakten, die er über die Gemälde wiedergibt? Was ist hier die richtige Wahrnehmung einer Situation, in der doch so viele Menschen im Theaterraum anwesend und stumme Zeug:innen eines Vorgangs sind?
Clemens J. Setz erzählt in seinem neuen Stück »Die Jäger im Schnee« von den komplexen Dynamiken zwischen Angehörigen und Pflege, vom Eindringen in dieses Gefüge, von Meinungen und Interpretationen – und in der Tiefe von bitterer Hoffnung und wärmendem Trost, wenn ein geliebter Mensch nur noch körperlich anwesend sein kann. »Die Jäger im Schnee« beschließt nach »Die Abweichungen« und »Die Erfindung« eine in sich thematisch geschlossene Trilogie.
Wenn Sie sich als Nutzer registrieren, können Sie hier online Ansichtsexemplare beim Verlag anfordern.
Vertrieb:
Torstraße 44
10119 Berlin
Telefon: 030 740744395
theater@suhrkamp.de
www.suhrkamptheater.de
Mitglied im VDB
Bezugsbedingungen des Verlags