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Gu, Sunan

Maus, Geld, Gespenst
(Mouse, Money, Ghost)

Sprechtheater
Schauspiel

Übersetzer:in(nen): Ulrike Syha

Besetzung: 5 Darst.

Aufführungsgeschichte:
UA: Schauspiel Essen, 04.05.2025
Regie: Ruth Mensah
Koproduktion: Ruhrfestspiele Recklinghausen

In TTX seit: 02.10.2025

Lin, eine Sexarbeiterin, die immer unterschätzt wurde und jetzt Geld nachhause schickt, Mr. Mouse, ihr Kunde, in den sie sich verliebt, der aber vor allem um seinen verstorbenen Sohn trauert, Ming, Lins Bruder, ein gescheiterter Akademiker, der kürzlich seine an Krebs erkrankte Frau verloren hat. Sarah, seine Schwägerin, die der traditionellen chinesischen Medizin die Schuld am Tod ihrer Schwester gibt und darüber verzweifelt, und schließlich Feng, eine Youtuberin, die vor laufender Kamera Mäuse verschlingt und über eine Dating-App Sarah kennenlernt.
Lin, Ming, Sarah, Mr. Mouse und Feng – alle fünf Figuren taumeln zwischen den Welten, haben Sehnsüchte, suchen Hoffnung und Halt. Es entspinnt sich langsam ein Netz, das sie alle verbindet und mit dem sie zugleich kämpfen: gegen Ausgrenzung, Vereinzelung, gesellschaftliche Zwänge und mit ihrem eigenen Schicksal und ihrer Geschichte. Welche Geister der Vergangenheit suchen uns heim, welche sind auch die Geister der Zukunft?

Sunan Gu schreibt mit »Maus, Geld, Gespenst« einen Theatertext zwischen den Kulturen, über Rassismus und Diskriminierung, über das Menschsein und die Suche nach Antworten in einer zerklüfteten Welt. Sie stellt dabei fünf widerständige und starke Figuren ins Zentrum und erzählt mit ihnen nicht nur eine Geschichte über die chinesische Kultur, sondern vor allem über die Projektionen einer weißen, mittel-europäischen Perspektive. Dabei bleibt ihr Schreiben gleichermaßen zart und offen, präzise und metaphorisch.

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