Schleuderdrama
Sprechtheater
Schauspiel
Werkangaben: Auftragswerk für das Theater Bielefeld
Besetzung:
3D,
2H
(5 Darst.)
Zusatzinformation: Gefördert vom Deutschen Literaturfonds e.V.
Dauer:
abendfüllend
Aufführungsgeschichte:
UA: 14.11.2025 Theater Bielefeld (Regie: Dariusch Yazdkhasti)
In TTX seit: 26.09.2025
allen Daten, die jemals über sie gesammelt wurden, eine Doppelgängerin erschaffen lassen:
Maia. Von ihr erhofft sie sich Verständnis, ewiges Glück und heute, am Tag der Beerdigung
von Mias Oma, emotionalen Support. Doch Maia lässt auf sich warten. Allein will sich Mia
ihrer Familie keinesfalls stellen. Also bleibt sie im Auto, zur wachsenden Frustration ihrer
Mutter Marion. Als Maia endlich auftaucht, ist Mia fassungslos: Statt ihr zur Seite zu stehen,
charmiert ihre Doppelgängerin Mias Eltern. Sie bestärkt Marion, die als zukünftige
Bürgermeisterin ihre Gemeinde gegen Krisen von außen schützen will, in ihren politischen
Ambitionen und Mias Vater Christian in seinem Systemhass, fungiert als Paartherapeutin und
Echokammer, alles angeblich zu Mias Bestem. Während Opa im Garten unerschütterlich
einen Bunker gräbt, verschwimmen in der familiären Wohnküche die Grenzen zwischen
Fürsorge und Kalkül, richtig und falsch, Fakt und Meinung. Welches Ziel verfolgt Maia als
Algorithmus-gesteuerte Entität, die die Familie in die Eskalation zu treiben scheint und dabei
doch jedem das Gefühl vermittelt, im Recht zu sein? Und wie kann Verständigung in einer
Welt, die wir zunehmend über digitale Konstrukte wahrnehmen, gelingen?
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