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Harris, Zinnie

Haus ohne Ruhe - Teil III Elektra und ihr Schatten
Eine Trilogie nach der Orestie des Aischylos
((This Restless House - Part III: Electra and her Shadow))

Sprechtheater
Schauspiel

Übersetzer:in(nen): Witthuhn, Karen

Besetzung: 4D, 6H (10 Darst.)

Dauer: abendfüllend

Aufführungsgeschichte:
U: 30.04.2016 Citizens Theatre / National Theatre of Glasgow (Regie: Dominic Hill)
DSE: 29.05.2024 Theater Ingolstadt (Regie: Jochen Schölch)

In TTX seit: 10.11.2023

Die Frauen, ihre Rache und ihr gemeinsames Trauma stehen im Zentrum von Zinnie Harris’ groß angelegter Überschreibung der «Orestie» des Aischylos, an deren Anfang die Ermordung eines Kindes steht. Der erste Teil, «Agamemnons Rückkehr», rückt Klytaimnestra in den Fokus. Die Jahre seit der Opferung ihrer Tochter Iphigenie verbringt sie halb betrunken auf nächtelangen, verzweifelten Partys – um dann, als Agamemnon aus dem Krieg heimkehrt, glasklar und fokussiert seinen Tod zu orchestrieren. Nur ein Detail entgleitet ihr: Elektra, die jüngere Tochter, wird Zeugin des Mords an ihrem Vater. Sie – und nicht, wie bei Aischylos, ihr Bruder Orest – wird im zweiten Teil, «Orests Fluch», nach langem Widerstand zur Mörderin ihrer Mutter. Der dritte Teil, «Elektra und ihr Schatten», schlägt den Bogen in die Gegenwart, als die von Furien gejagte Elektra in einer Klinik auf eine junge Psychiaterin trifft – und Schuld, Vergeltung und Erlösung mit archaischer Wucht die sorgfältig gebauten Konstrukte der Aufgeklärtheit zum Einsturz bringen.
«Die Genregrenzen fallen … Ein mitreißend großer Wurf.» (The Herald)
«Eine brillante, unbarmherzige moderne Tragödie … [Die Ruhelosigkeit des Titels ist] die Schlaflosigkeit einer unruhigen Nacht in einem Haus voller Geister. Packend, während die Wände ringsherum zerfallen.» (Financial Times)
«Eine umfassende und spektakuläre Überschreibung, die die Ereignisse in eine so gegenwärtige wie zeitlose Welt überträgt und eine entscheidende Verschiebung weg von der patriarchalen Perspektive des Originals vornimmt … Wie Aischylos löst auch Harris ihre Geschichte am Ende auf, jedoch nicht durch göttliche Intervention und das Etablieren einer bürgerlich-patriarchalen Ordnung, sondern durch die schlichte Bitte eines Mädchens, dies alles zu beenden, die Ängste, die ihre eigenen Monster hervorbringen, abzulegen.» (The Scotsman)

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