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Düffel, John von

9 Tage wach

Sprechtheater
Schauspiel

Werkangaben: Bühnenadaption nach dem gleichnamigen Buch von Eric Stehfest und Michael J. Stephan
Besetzung: 1D, 2H
Instrumentierung: Drums

Aufführungsgeschichte:
UA 30. November 2018 Staatsschauspiel Dresden

In TTX seit: 01.01.2018

Jede Zeit hat ihre Droge. In Zeiten der totalen Beschleunigung ist es Crystal Meth. Es ist die Chemie, die zum Rausch werden lässt, was die Welt heute antreibt: der Sog der Paranoia und die Hyperintensität zwischen Party und Panik. Kaum einer kennt diese Droge wie Eric Stehfest. Zehn Jahre lang ist „Christin“ seine Schwester. Zehn Jahre lang ist sie echter als sein Leben und die Jagd nach den Kristallen sein Überlebenskampf. Dann auf einmal sind die Einwegfreunde verschwunden, alle Körperreserven weg, und nicht mal der Schlaf kommt und kennt Gnade. In der Isolationshaft des ewigen Wachseins schreibt Eric einen Abschiedsbrief an sich selbst. Ein neuntägiger Rausch, der ihn fast das Leben gekostet hätte, bringt ihn schließlich zu seinem Entzug. Er rettet sich und wird gerettet.

Jede Droge hat ihre Zeit. Schnell, langsam, blitzschnell tickt die Uhr in diesem Himmel- und Höllentrip. Es ist keine biologische Uhr, sondern eine chemische, eine Kristall-Uhr. Und sie funktioniert wie eine Zeitbombe. Die sächsische Provinz, Dresden, Leipzig, Berlin werden zu rasenden Schauplätzen. In jeder Nacht berühren sich die Extreme, splittert die Zeit, und jedes Morgen, jede Zukunft löst sich in Jetzt-Kristalle auf. – Ein Text wie ein gesprungener Spiegel und darauf die mit einer Rasierklinge zerhackte Zeit.

9 TAGE WACH ist keine Drogenbeichte, keine Rechtfertigungsbiographie, es ist ein Zeittunnel, ein Sprach-Trip der Zerstörung und Wiederauferstehung: Gegenwart pur. Ein Spiel mit der Gefahr an der äußersten Grenze der Zerstörung.

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