Schwartz, Tobias
Blasen (Spiegelungen)
Sprechtheater
Schauspiel
Dekorationshinweis: var. Dek.
Besetzung:
3D,
3H
Frei zur UA
In TTX seit: 25.11.2025
Maja und Kolja, als Paar „die gelebte Wiedervereinigung“, haben ihre Eltern zum Kaffee eingeladen. Majas Eltern sind aus dem Osten, das ist Jahrzehnte nach der Wende immer noch ein Thema. Zumal Koljas Mutter nicht nur aus dem Westen kommt, sondern auch mit einem steinreichen Immobilienmakler und Vorzeige-Wessi liiert ist: Mosel-Weinfest gegen Champagner-Brüderschaft, der Ring in Cottbus gegen Wagner in Bayreuth, Märkische Schweiz gegen Dubai - oder war es Sylt?
Das Gespräch am Kaffeetisch mäandert zwischen oberflächlichen Phrasen und dem Versuch ernsthafter Auseinandersetzung. Sprechen hier ewige Unzufriedenheit oder echte Existenznot, linke Ideologie oder Kritik an lebensbedrohlichen Auswüchsen des Kapitalismus, Öko-Panikmache oder berechtigte Angst vor der Klimakatastrophe? Die sozialen Blasen, in denen alle sechs vor sich hinleben, schillern bunt und platzen am Ende. Denn wo sind eigentlich die beiden Kinder des jungen Paares geblieben?
Die bitterkomische Farce, welche die allgemeine Rat- und Sprachlosigkeit angesichts weltweiter Bedrohungen ebenso erheiternd wie erschreckend vorführt, ist eingebettet zwischen Vor- und Nachspiel und durchzogen von Brüchen der Fiktionsebene, in denen die sechs Personen (und in einer stummen Rolle der Autor) die Wirkmächtigkeit des Theaters hinterfragen: Ist die Bühne, ehemals „moralische Anstalt“, heute auch nur eine weitere Blase, in der man sich selbst bespiegelt?
Das Gespräch am Kaffeetisch mäandert zwischen oberflächlichen Phrasen und dem Versuch ernsthafter Auseinandersetzung. Sprechen hier ewige Unzufriedenheit oder echte Existenznot, linke Ideologie oder Kritik an lebensbedrohlichen Auswüchsen des Kapitalismus, Öko-Panikmache oder berechtigte Angst vor der Klimakatastrophe? Die sozialen Blasen, in denen alle sechs vor sich hinleben, schillern bunt und platzen am Ende. Denn wo sind eigentlich die beiden Kinder des jungen Paares geblieben?
Die bitterkomische Farce, welche die allgemeine Rat- und Sprachlosigkeit angesichts weltweiter Bedrohungen ebenso erheiternd wie erschreckend vorführt, ist eingebettet zwischen Vor- und Nachspiel und durchzogen von Brüchen der Fiktionsebene, in denen die sechs Personen (und in einer stummen Rolle der Autor) die Wirkmächtigkeit des Theaters hinterfragen: Ist die Bühne, ehemals „moralische Anstalt“, heute auch nur eine weitere Blase, in der man sich selbst bespiegelt?
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