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Iwanow, Andrej

Letzte Klasse

Sprechtheater
Tragikomödie

Übersetzer: Aus dem Russischen von Ruth Altenhofer

Besetzung: 3D, 5H

Zusatzinformation: Geschrieben in Minsk 2017
Dauer: abendfüllend

Frei zur UA

In TTX seit: 08.09.2020

Max ist Lehrer und würde gerne etwas mehr aus seiner bescheidenen Existenz machen. Um einen attraktiven Posten zu bekommen, lässt er sich auf eine fragwürde Wette mit seinem Freund Slawik ein. Gelingt es Max, die Schülerin Tanja zu verführen und dies online sichtbar zu machen, bekommt er einen Apple-Laptop und den Job – wenn nicht, schuldet er Slawik einen Laptop.
Aber auch Tanja ist nicht ganz unaktiv und hat es schon längst auf Max abgesehen, der ihr eine gute Partie zu sein scheint.
Als es allerdings offenbar wird, dass Max sie nur benutzt, dreht sie den Spieß um und setzt ihn gehörig unter Druck. Max hat nun den gewalttätigen Ex von Tanja im Nacken und die halbseidenen Freunde von Slawik, die Verführungsbilder im Internet sehen wollen.
Eine Spirale der Gewalt setzt ein, bei der jeder gegen jeden kämpft. Diesen Kampf wird Tanja, trotz aller Widerstandskraft und Raffinesse, nicht gewinnen.

Ohne Klischeeverdacht beschreibt Andrej Iwanow hier ein Sittenbild einer postkommunistischen Gesellschaft, in der jeder um das bessere Leben kämpft. Fernweh und der Traum von einem freien selbstbestimmten Leben treffen auf den Muff des Prekären. Realistische Tristesse wechselt sich ab mit schrägem Humor und dem untrüglichen Gefühl, das hier nicht viel dazu erfunden werden musste, um den sprichwörtlichen Nagel auf den Kopf zu treffen.
Andrej Iwanow ist eine vielversprechende junge Stimme und eine Neuentdeckung aus Russland. Eine Generation, die weiß, von was sie schreibt.

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