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Tesch, Marcus Peter

Mit deinem Bein im Mund lässt es sich viel leichter ich liebe dich Luka sagen

Sprechtheater
Schauspiel

Besetzung: 6 Darst.

Bstnr/Signatur: 6856
Dauer: abendfüllend

Frei zur UA

In TTX seit: 06.11.2017

Körper hängen wie geschlachtete Tiere von der Bühnendecke. Es sind die Verkörperungen der Idee der Liebe als Form des Kannibalismus und Kapitalismus. Warentausch, Investitionen und liebevoll, schmerzhafte Fleischbeschau finden statt. Meinen Körper gegen deinen Körper, meine Liebesworte gegen deine Liebesworte und eine völlige Hingabe als größter Beweis.
Diese Körper, die da nebeneinander von der Decke baumeln, nehmen verschiedene Erscheinung an, wechseln blitzschnell ihre Daseinsform und Realität und durchspielen so jede vorstellbare Möglichkeit in diesem Moment. So werden sie zum Körper der Königin von Dänemark beispielsweise oder des bisexuellen schizophrenen internetbesessenen narzisstisch gestörten Selbstdarstellungsjunkykannibalen oder der sich ständig selbst Produzierenden am Altbauwohnungsweltveränderungsholztisch zwischen denen ein dressierter Kakadu auf einem Fahrrad kreist und Repliken aus diesem einen Song von David Guetta rezitiert: "Was ich für die Liebe tat, was ich für, was ich für, was ich für die Liebe tat." Wobei die Liebe schlussendlich nur eine Möglichkeit ist, eine neben anderen mögliche Möglichkeit, die hier durchgespielt wird. Vielleicht geht es auch um den Frosch, der strampelt und strampelt, um sich endlich aus dem Topf mit Milch zu befreien.

Marcus Peter Tesch hat einen außergewöhnlichen Text geschrieben, der sprachlich sofort einen Sog entwickelt, dem man sich nicht entziehen kann. Er entwirft surreale Bilder und Situationen, die mal brutal mal urkomisch von der gegenseitigen Opfergabe, dem Kannibalismus als ultimative Liebeserklärung und dem Tausch in einer durchökonomisierten Welt erzählen.

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