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Kollo, Walter (Komponist)
Feiner, Hermann / Hardt-Warden, Bruno / Kollo, Willi (Autoren)

Drei arme kleine Mädels

Musiktheater
Operette

Werkangaben: Operette in einem Vorspiel und drei Akten / von Hermann Feiner und Bruno Hardt-Warden / Gesangstexte von Willi Kollo / Musik von Walter Kollo /
Besetzung: 8D, 10H
Besetzungshinweis: 1 Kind, Chor, Statisten
Instrumentierung: auf Anfrage

Bstnr/Signatur: 4260
Rechtevertretung: Die Aufführungsrechte für dieses Werk vertritt Felix Bloch Erben im Auftrag der Meisel Verlage, Berlin.
Dauer: abendfüllend

Aufführungsgeschichte:
UA: 02.04.1927, Theater am Nollendorfplatz, Berlin

In TTX seit: 10.04.2012

Die Liebe der Baronesse Beate Marie von Rankenau zum mittellosen Bankbeamten Hendrik Nölsgard hat keine Zukunft. Schulden und der Standesdünkel des Vaters zwingen Beate Marie, die Ehe mit dem reichen Rittmeister Graf Robert von Rambow einzugehen. Hendrik geht in die Fremde.
30 Jahre später: Beate Marie ist verstorben, der verwitwete Robert lebt mit drei Töchtern - Beate, Marie und Anette - zur Miete, denn das Rambowsche Vermögen ist nahezu vertan, das Gut der Familie unter staatlicher Zwangsverwaltung. Roberts Jugendfreund von Biebitz-Biebitz will seinen Adelstitel per Adoption verkaufen, Adoptionskandidat Gottlieb, der Neffe des Schustermeisters Knuse, spart jeden Taler, um Anette einmal standesgemäß heiraten zu können.
Der Zufall führt Hendriks Sohn, den reichen Kaufmann Jörg Nölsgard, nach Potsdam. Er erobert Beates Herz, sein Freund Heinz das von Marie. Durch einen alten Brief erfahren Jörg und Beate von der Liebe ihrer Eltern. Da Jörg vermutet, sein Vater habe Beates Mutter treulos verlassen, lässt er Familie Rambow inkognito eine hohe Geldsumme zukommen: Graf Rambow kann wieder auf dem eigenen Gut leben.
Standesgemäß kehrt sein Hochmut zurück: Er verspricht Beate dem Baron von Lausewitz - an Beate wiederholt sich die Geschichte der Mutter. Gottlieb und Anette durchbrechen die Standes-Schranken.
Weitere 15 Jahre vergehen. Marie findet mit Heinz ihr Glück innerhalb der gesellschaftlichen Konventionen. Gottlieb und Anette sind auch ohne Reichtum und Adelstitel mit zahlreichen Kindern glücklich geworden. Beate hat nie geheiratet, führt einen Puppenladen. Geschäfte bringen den inzwischen verheirateten Jörg Nölsgard nach Potsdam. Die Missverständnisse werden geklärt und noch einmal begegnen sich Beate und Jörg in wehmütiger Erinnerung an eine glückliche Zeit.
Die lebendige Biedermeier-Operette bietet theaterwirksame Dialoge, eine eingängige Musik und einen leicht nachdenklichen Schluss.

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