<
Scheffel, Lars (Komponist:in)
Scheffel, Lars (Autor:in)

Gespräch mit einem Terroristen

Musiktheater
Oper

Dekorationshinweis: Bühnenbild/Inszenierung Eine Hälfte der Bühne: Die Wohnung des Terroristen, die andere Hälfte: Straße mit Polizei, Scharfschützen, Reportern, Schaulustigen.
Besetzung: 3D, 4H
Besetzungshinweis: Besetzung:

Damen/Anzahl: 3
Herren/Anzahl: 4 + Komparsen

Besetzung/Rollen/Charakter
Mohamed, der Attentäter: Tenor
Hassan, Ermittler: Bariton
Jean, Ermittler: Bass
Polizeipräsidentin: Sprechrolle
4 Reporter: Sprechrollen, vorzugsweise 2m, 2w.
Komparsen
Instrumentierung: Orchester

Zusatzinformation: Ein Terrorist in einer von Scharfschützen umstellten Wohnung, zwei Ermittler und ein Funkgerät – Basierend auf echten Polizeiprotokollen der französischen Behörden entspinnt sich ein packendes Kammerspiel. Zwei Muslime und ein Atheist, verhandeln auf Leben und Tod. Über Glauben, das Schicksal, Rechtfertigung, über Autos, Motorräder und über Geldsorgen. Ein einzigartiger Einblick in die Seele eines Attentäters, musikalisch packend und hoch emotional vertont.
Bstnr/Signatur: gespraech-mit-einem-terroristen/
Dauer: 120 min, abendfüllend

Frei zur UA

In TTX seit: 16.11.2022

Zwischen dem 11. und 19. März 2012 verübte der islamistische Attentäter Mohamed Merah in Toulouse und Montauban drei Anschläge, bei denen insgesamt 7 Menschen ums Leben kamen. Am 21. März umstellte die Polizei die Wohnung des Attentäters und verhandelte mit ihm 30 Stunden lang. Die Protokolle dieser Verhandlungen wurden von einer französischen Zeitschrift veröffentlicht – ein Dokument von kammerspielartig beklemmender Dichte.

Die Oper „Gespräch mit einem Terroristen“ nutzt dieses Dokument als Textgrundlage. Die Äußerungen von Mohamed und den beiden verhandelnden Ermittlern sind also so (oder zumindest sinngemäß) gefallen. Als fiktive Charaktere wurden lediglich eine Polizeipräsidentin und einige Journalisten eingefügt, die das Geschehen kommentieren, reflektieren und die Handlung straffen.
Die Hauptfiguren, zwei davon Muslime, einer Atheist, verhandeln in diesem Stück auf Leben und Tod. Dabei reflektieren sie über ihren Glauben, über das Schicksal, die Rechtfertigung für ihr Tun, über Autos, Motorräder und über Geldsorgen. Es entspinnt sich ein psychologisches Spiel, dass einzigartige Einblicke in die Seele eines Attentäters ermöglicht.

Die Musik groovt, für eine klassische Rockoper ist die Musiksprache aber zu avanciert. Dennoch ist es eher eine Musik für Bauch und Herz als für den Kopf. Es ist eine Musik, die die sprechende Qualität der Jazzmusik aufgreift, die den Musikern Raum für Improvisation und eigenen „Sound“ gibt und die die Energie des Grooves für die Darstellung der Emotionen nutzbar macht. Einzelne Instrumente treten in improvisierten Soli hervor und kommentieren das Geschehen auf der Bühne. Das Orchester wird so nicht nur zum Begleiter, sondern um Interaktionspartner der Darsteller auf der Bühne.

Werk auf Homepage des Verlags

Wenn Sie sich als Nutzer registrieren, können Sie hier online Ansichtsexemplare beim Verlag anfordern.


Vertrieb:

CANTUS Verlag
Hallenweg 14
64689 Grasellenbach
Telefon: 0049- (0) 6253 – 970 83 83

cantus@cantus-verlag.com
www.theaterverlag-cantus.de

Verlagsportrait auf theatertexte.de
Bezugsbedingungen des Verlags