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Wein, Florian

Die Verwandlung
(Die Verwandlung)
nach Franz Kafka

Sprechtheater
Schauspiel

Besetzung: 5D, 8H
Besetzungshinweis: Gregor Samsa in verschiedenen Stadien:
als „Ungeziefer“ hinter der Schattenwand
als Jugendlicher
als junger Mann kurz vor der Verwandlung
als älterer Mann (gleichzeitig Erzähler)
Frau Samsa, Gregors Mutter
Herr Samsa, Gregors Vater
Grete Samsa, Gregors Schwester
Prokurist
Dienstmädchen Anna
Neues Dienstmädchen
Zimmerherr 1
Zimmerherr 2
Zimmerherr 3
Maria (das Mädchen, in das sich der junge Gregor verliebt)
Ungeziefer kann von Kind/Jugendlicher(m) dargestellt, andere Darsteller ab circa 16 aufwärts
weitere Rolle variabel, Doppelbesetzungen möglich

Bstnr/Signatur: die-verwandlung/
Dauer: 120 min, abendfüllend

Aufführungsgeschichte:
UA: 01. Oktober 2016 Oberviechtach
DE: 01. Oktober 2016 Oberviechtach

In TTX seit: 07.02.2017

„Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheueren Ungeziefer verwandelt.“ Ein Erzähler berichtet uns von der abenteuerlichen Geschichte dieses jungen Mannes.

Gregor Samsa ist nach der Verwandlung besorgt, dass er seiner Tätigkeit als Handlungsreisender nicht mehr nachkommen und deswegen seine Familie nicht mehr ernähren kann. Der Prokurist der Firma, der sich in der Wohnung erkundigt, wo ihr Mitarbeiter denn bleibe, verlässt entsetzt die Wohnung als er Gregors Gestalt erblickt. Dieser versteht zwar was Prokurist und Familie sagen, kann selbst jedoch nur unartikulierte, insektengleiche Laute von sich geben. Anfangs lässt man ihm noch eine gewisse Anteilnahme spüren, mit der Zeit verwahrlost Gregor zunehmend. In Rückblenden wird erzählt, welchen Plänen und Träumen Gregor nachhing und wie er bei seiner Familie bereits früher auf taube Ohren und Zurückweisung stieß.

Als sich Gregor in seiner Ungeziefergestalt eines Tages ins Wohnzimmer verirrt, verliert Vater Samsa seine Beherrschung und wirft mit Äpfeln nach ihm. Ein Apfel bleibt in seinem Rücken stecken und ruft eine ernste Entzündung hervor. Während sich Gregor schwer verwundet im mittlerweile verdreckten und abgedunkelten Zimmer aufhält, beobachtet er die weiteren Vorgänge im Wohnzimmer: Die Eltern und seine Schwester Grete haben eine Arbeit gefunden und an drei merkwürdige Herren wurde untervermietet. Eines Abends steckt Gregor seinen Kopf erneut ins Wohnzimmer, während sich die drei Zimmerherren dort aufhalten. Es kommt zum Eklat. Nun entscheidet Grete, die zuvor noch am fürsorglichsten schien, dass Gregor „weg müsse“. In diesem Augenblick verlassen Gregor seine Kräfte – er schleppt sich noch in sein Zimmer und stirbt.

Anschließend entpuppt sich der Erzähler als ältere Version Gregor Samsas. Eine Gestalt, die es eigentlich nie gegeben hätte. Oder doch? Zum Schluss treffen drei Versionen Gregors aufeinander und sie ermahnen den jüngsten Gregor, er solle er sich von der Familie abkapseln, um die Katastrophe bzw. die Verwandlung schließlich abzuwenden. Auf diese Weise scheint sich der jüngste der drei Gregors schließlich vor seinem Schicksal zu retten.

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