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Eckel, Stephan

Sie muss tanzen!

Sprechtheater
Schauspiel

Dekorationshinweis: 1 Dekoration
Besetzung: 1D, 2H

Frei zur UA

In TTX seit: 01.07.2019

Die zehnjährige Élodie wird von der bekanntesten französischen Elite-Schule für Ballett verwiesen, obwohl sie eindeutig hochbegabt ist. Die entsetzten Eltern beschließen, dies nicht hinzunehmen. Madame und Monsieur Decaudin bringen sich in Stellung und kämpfen mit allen Mitteln um die Zukunft ihrer Tochter: Denn Élodie muss tanzen!

»Es tut uns leid, Ihnen mitteilen zu müssen, dass wir Ihre Tochter nicht weiter unterrichten können. Ihr fehlen leider – aus unserer Sicht – das Talent und die körperlichen Voraussetzungen für eine Karriere als Tänzerin.« Die Worte des Schulleiters Monsieur Laurent sind nur schwer zu verdauen, treffen die Eltern von Élodie vollkommen unvorbereitet. Sah Madame Decaudin ihre Tochter doch bereits als Primaballerina auf den berühmtesten Bühnen dieser Welt tanzen — und jetzt so was?! Zuerst vermutet sie noch einen bösen Scherz, dann steht sie kurz vor dem Nervenzusammenbruch. Monsieur Decaudin hingegen trauert vor allem dem Geld nach, das er bislang in den Unterricht seiner Tochter investiert hat. Und generell werden einfach zu viele Ausbildungsplätze an Ausländer vergeben … aber das ist wohl ein anderes Thema. Monsieur Laurent nimmt sich für dieses heikle Gespräch viel Zeit, besonders um die Beweggründe hinter diesem harten Urteil möglichst einfühlsam zu erläutern. Läuft damit aber leider voll gegen die Wand, macht es mit seiner ruhigen und gelassenen Art eigentlich nur noch schlimmer. Die Eltern geloben zuerst Besserung, versuchen es dann mit Bestechung und betteln um Nachsicht. Schließlich beschimpft man sich exzessiv und verstrickt sich in gegenseitigen Schuldzuweisungen. Und bald wird klar: Madame Decaudin wird das Büro erst verlassen, wenn Élodie noch eine weitere Chance bekommt. Ob sich der Schulleiter wohl derart erpressen lässt?

Ein bitterböses Stück, das auf recht drastische Weise das Ziel vieler rund-um-die-Uhr-besorgter Helikopter-Eltern illustriert, dass es der Nachwuchs doch bitte einmal besser haben solle als man selbst. Koste es, was es wolle – und, wenn es sein muss, sogar gegen den Wunsch des Kindes.

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