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Dorst, Tankred / Ehler, Ursula

Ich bin nur vorübergehend hier

Sprechtheater
Schauspiel

Werkangaben: Botschaften aus dem Niemandsland
Besetzung: 5D, 5H
Besetzungshinweis: 1 Kind

Publikation: Spectaculum 78, 2007

Aufführungsgeschichte:
UA: 7.10.2007 Niedersächsisches Staatstheater, Regie: Julia Hölscher

In TTX seit: 04.02.2007

Sie tauchen hinter den großen Steinen auf. Wie sind diese alten Leute in das öde Land gekommen? Sie versuchen mit den Bruchstücken ihrer Biographie umzugehen, sich zu erinnern. Sind sie schuldig geworden und deshalb hierher in die Verbannung geraten?

Der alte Sonny bereitet einen höhnischen Abschiedsgruß an seine ungeliebten Nachkommen vor, spricht ihn auf seinen Kassettenrekorder. Die alte Schauspielerin erschrickt, als sich ihr ein munterer Greis als ihr Romeo vorstellt. Ist sie denn auch so alt? Und auf welcher Bühne standen sie denn gemeinsam? Ein alter Tänzer macht aus dem Stand einen Salto. Aber wer hat den Sprung gesehen? Ein ganzes Leben braucht die alte Frau Schilagi, um über die Steine von links nach rechts zu gehen. Ist sie nur vorübergehend hier, wird sie die andere Seite nie erreichen? Die alte Frau Lilje glaubt sich auf der Flucht vor unbezahlbaren Schulden. Ein alter Doktor droht mit Euthanasie. Er beschimpft sie alle: die Alten sind nutzlos, ein Ärgernis, sie müssen beseitigt werden!
Da hüpft ein Kind im roten Kleid – ein Mädchen, ein Junge? Ein lebendiges Flämmchen, das den alten Richter in heillose Verwirrung stürzt.
Ein wütender Greis will eine Revolution anzetteln gegen alle, die jung sind. Die wachsende Aggression richtet sich schließlich gegen das Kind im roten Kleid. Die Alten töten es ...

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