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Braun, Volker

Die Kipper

Sprechtheater
Schauspiel, Tragödie

Besetzung: 6D, 15H (21 Darst.)
Besetzungshinweis: Episodenrollen

Bstnr/Signatur: 612

Aufführungsgeschichte:
UA: 05.03.1972, Städtische Theater Leipzig, R: Gotthard Müller
DEA (BRD): 16.09.1973, Wuppertaler Bühnen, R: Günter Ballhausen / Jürgen Bosse

In TTX seit: 29.09.2017

DDR, Ende der fünfziger Jahre. "Das ist das langweiligste Land der Welt.", sagt Paul Bauch. Er arbeitet als Kipper, d. h. er muss auf den ankommenden Waggons den Hebel umlegen, der sie "kippen" lässt. Entfremdete Arbeit. Knochenarbeit. "In dem Bereich des Sozialismus nicht ganz möglich", resigniert der Werkleiter. Er hätte auch Humanismus sagen können.
Aber Paul Bauch resigniert nicht. Er nimmt die Zukunft ernst. Das Tempo, in dem die Welt sich dreht, ist ihm zu langsam. Und so strengt er das an, was er für seine Arbeit nicht braucht: seinen Kopf. Und treibt seine Brigade zu Höchstleistungen.
Aber als die Forderungen, die er an sich und seine Truppe stellt, ins Maßlose wachsen, trennen sich seine Leute von ihm. Paul Bauch, der das Morgen in einem Sprung erreichen wollte, ist mit seinen Hoffnungen im Abseits gelandet.
Das kräftige Stück ist Historie und Modell. Als Historie beschreibt es die heroischen Illusionen, die Aufbruchstimmung in der frühen DDR. Als Modell zielt es auf radikale Einschränkung der entfremdeten Arbeit, die heute, dem Stand der Technologie nach, doch längst schon möglich wäre.

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