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Kolmar, Gertrud

Cécile Renault

Zur Zeit der Französischen Revolution, Mai 1794, in Paris. Es herrscht der Terror. Die Hinrichtungen nehmen kein Ende. Korruption, Machtmißbrauch und Verrat sind an der Tagesordnung. Das Land verkommt zusehends.
Um Cathérine Théot hat sich eine Schar Gottesfürchtiger gesammelt, die auf die Wiederkehr des Heilands hoffen. Zu ihnen stößt die junge Cécile Renault. Von ihrer Umgebung beeinflußt, vermeint sie in Robespierre den Erlöser zu erkennen. Sie sucht ihn auf und fleht ihn an, er möge den Sohn des Königs aus dem Gefängnis befreien und eine Herrschaft der Tugend und der Gerechtigkeit errichten. Robespierre aber verzweifelt längst an der Menschheit, hält den Kampf gegen Laster und Elend für aussichtslos und verweigert sich. Cécile wird nach einem ungelenken Selbstmordversuch als vermeintliche Robespierre-Attentäterin hingerichtet.
Gertrud Kolmar führt die Auseinandersetzung mit ihrer Gegenwart, mit den Zuständen im Dritten Reich, in einem Historiendrama, das in deutlich poetisierter Sprache die herrschenden Mißstände beklagt und die Hoffnung auf menschenwürdige Verhältnisse und eine bessere Welt nicht aufgibt.

6 D   5 H 
Sprechtheater – Schauspiel

Dekorationen 4
In den Katalog aufgenommen am 27.03.2001

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