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Euripides

Ion

Der Erste, der dem König beim Verlassen des Tempels begegnet, ist sein Sohn. - So lautet die Antwort des Gottes Apollo auf die Frage des attischen Königspaares Xuthos und Kreusa, als sie das Orakel in Delphi wegen ihrer Kinderlosigkeit befragen. Und das ist Ion, der dort gerade seinen Dienst verrichtet, und sich als Kreusas Sohn erweist. Die ist einst von Apollo verführt, geschwängert und sitzen gelassen worden. Götterbote Hermes brachte den kleinen Ion dann nach Delphi und gab ihn in die Obhut der Orakelpriesterinnen, die sich des Jungens annahmen und ihn aufzogen.
Ion wird von Göttin Athene eine strahlende Zukunft prophezeit. Als attischer König wird er Ahnherr aller Ionier, die sich in Folge über ganz Europa und Asien ausbreiten werden.

Mit diesem Stück rechtfertigte Euripides (480 - 406 v. Chr.) kurz vor Ende des Peloponnesischen Krieges (431 - 404 v. Chr.) den Anspruch Athens auf die Führung des attischen Reiches und die Hegemonie über die inonischen Städte. Stand das Stück zu Goethes Zeiten noch ab und an auf den Spielplänen, so verdient es nun, dank der verdienten Neuübersetzung und Bearbeitung durch Hubert Ortkemper, seine Renaissance.


Sprechtheater – Schauspiel

ÜbersetzerOrtkemper, Hubert
BearbeiterOrtkemper, Hubert
In den Katalog aufgenommen am 04.03.2010

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